SVS Griesheim sichert Klassenerhalt in der Oberliga – Teamgeist und Rekorde prägen die DMS 2025
Der SVS Griesheim hat es geschafft: Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen (DMS) 2025 sicherte sich die Herrenmannschaft mit einem starken Auftritt den Klassenerhalt in der Oberliga, der dritthöchsten Schwimmliga Deutschlands. In einem bis zum Schluss spannenden Wettkampf belegte das Team einen respektablen 10. Platz unter zwölf Mannschaften und bleibt damit auch im kommenden Jahr Teil der leistungsstarken Liga.
In der Besetzung mit Jakob und Lukas Bahle, Benjamin Hektor, Max Holtkamp, Philipp Gromes, Sebastian Eckel, Jonathan Hallstein, Oliver und Tobias Pokorny sowie Nikola Djordjevic sammelte der SVS insgesamt 15.898 Punkte. Zwar lag das Ergebnis damit rund 200 Punkte unter dem Vorjahreswert, angesichts mehrerer kurzfristiger krankheitsbedingter Ausfälle und der damit verbundenen Umstellungen darf die Leistung jedoch als herausragend bezeichnet werden. Bis zum letzten Wettkampf kämpfte die Mannschaft um jede Platzierung und jeden Punkt – mit Erfolg: Der 10. Rang bedeutete den Klassenerhalt.
Begleitet und betreut wurde das Team von Trainer Kai-Philipp Nosper, dem ein besonderer Dank gilt. Mit viel Engagement und guter Vorbereitung führte er die Mannschaft durch eine anspruchsvolle Saison und einen langen Wettkampftag.
Erfahrung statt Nachwuchs – ein besonderes Teamprofil
Der SVS Griesheim trat erneut mit einer vergleichsweise „alten“ und sehr erfahrenen Mannschaft an. Viele der Schwimmer gehen bereits seit Jahren bei den DMS für den Verein an den Start. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Vereinen, deren Teams überwiegend aus Schülern bestehen, setzt der SVS auf Athleten, die größtenteils bereits vollzeit arbeiten oder studieren. Dies macht sich zwar teilweise in der Trainingsbeteiligung bemerkbar, unterstreicht aber umso mehr den Stellenwert von Erfahrung, Teamzusammenhalt und Wettkampfroutine.
Unter dem Motto „eat pasta – swim fasta“ und mit eigens gestalteten Team-Shirts machte sich die Mannschaft am Sonntag, den 14. Dezember, frühmorgens mit dem Vereinsbus auf den Weg nach Frankfurt-Höchst. Tröten, SVS-Tattoos und eine lautstarke Unterstützung sorgten von Beginn an für zusätzliche Motivation und eine besondere Wettkampfatmosphäre.
Sechs Vereinsrekorde als Ausrufezeichen
Ein besonderes Highlight des Tages waren die sechs aufgestellten Vereinsrekorde, die die hervorragende Vorbereitung und starke Form der Schwimmer eindrucksvoll belegten.
Jakob Bahle glänzte gleich mehrfach: Er verbesserte die Vereinsrekorde über 100 m und 200 m Brust, schwamm dabei deutliche Bestzeiten und setzte mit seiner Zeit über 100 m Freistil (53,45 Sekunden) ein weiteres Ausrufezeichen. Diese Leistung brachte ihm mit 590 World-Aquatics-Punkten die punktbeste Einzelleistung innerhalb des SVS-Teams ein. Die World-Aquatics-Punkte orientieren sich dabei streckenbezogen an den jeweiligen Weltrekorden.
Sein Bruder Lukas Bahle, der krankheitsbedingt in den letzten Trainingseinheiten fehlte, präsentierte sich dennoch in stabiler Form. Über 100 m, 200 m und 400 m Lagen stellte er seine Vielseitigkeit unter Beweis und lieferte wichtige Punkte für das Team.
Nikola Djordjevic überzeugte mit außergewöhnlicher Konstanz: Bei all seinen Starts belegte er im direkten Vergleich mit den anderen Mannschaften jeweils den dritten Platz. Über 100 m Lagen, 200 m Lagen und 200 m Schmetterling stellte er neue Vereinsrekorde auf. Besonders bemerkenswert war seine Leistung über 200 m Lagen: Mit einer um sechs Sekunden verbesserten Bestzeit unterbot er den Vereinsrekord aus dem Jahr 2017 gleich um drei Sekunden. Auch über 200 m Schmetterling drückte er die Vereinsbestmarke um 2,5 Sekunden.
Sebastian Eckel zeigte solide Leistungen über 50 m Brust, 50 m Rücken und 100 m Brust und steuerte verlässlich Punkte zum Gesamtergebnis bei.
Philipp Gromes schwamm gute Zeiten über die drei Rückenstrecken, musste jedoch krankheitsbedingt vor Ort auf einige geplante Starts verzichten. Die dadurch notwendigen Umstellungen stellten das Team vor zusätzliche Herausforderungen, die jedoch gemeinschaftlich gemeistert wurden.
Debüts, Langstreckenstärke und persönliche Bestmarken
Mit Jonathan Hallstein feierte ein Schwimmer sein Debüt in der DMS-Herrenmannschaft in der Oberliga. Über 200 m Brust steigerte er seine Bestzeit um beeindruckende 4,5 Sekunden.
Auch Benjamin Hektor, ursprünglich als Ersatzschwimmer und Unterstützer angereist, kam aufgrund der Ausfälle zu seinem Oberliga-Debüt. Über die anspruchsvollen 800 m Freistil sammelte er mit konstanten und stabilen Zwischenzeiten wichtige Punkte für den SVS.
Als Langstreckenspezialist absolvierte Max Holtkamp die meisten Wettkampfmeters für den Verein. Über 1500 m Freistil, 400 m Lagen und 400 m Freistil ging er an den Start und schwamm jeweils sehr dicht an seine Bestzeiten heran. Über 400 m Freistil durfte er sich über eine neue persönliche Bestmarke freuen – fast sieben Sekunden schneller als zuvor.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Oliver Pokorny mit einem herausragenden Vereinsrekord über 100 m Schmetterling. Seine bisherige Bestmarke von 59,06 Sekunden unterbot er deutlich und schlug nach 57,89 Sekunden an, eine absolute Spitzenleistung. Auch bei seinen weiteren Starts über Freistil und Schmetterling zeigte er sich in hervorragender Form.
Tobias Pokorny komplettierte das starke Mannschaftsergebnis mit guten Zeiten bei fünf Starts und sammelte dabei zahlreiche Punkte für den SVS.
Nach rund zehn Stunden Wettkampf war die Erleichterung groß: Der Klassenerhalt war gesichert. Den gelungenen Tag ließ die Mannschaft am Abend in Griesheim bei einem gemeinsamen Essen ausklingen. Dies ist ein verdienter Abschluss für eine geschlossene Teamleistung, großen Kampfgeist und einen erfolgreichen Oberliga-Auftritt 2025.
Der SVS Griesheim hat damit eindrucksvoll gezeigt, dass Erfahrung, Zusammenhalt und Leidenschaft auch unter schwierigen Voraussetzungen zum Erfolg führen können.
Luisa Karl
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